Erfahrene Manager und Experten - Arbeiten und leben zwischen 60 und 70

Gibt es ein Arbeitsleben nach dem 60. Lebensjahr?

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen steigt kontinuierlich - sie leben länger und sind dabei gesünder und leistungsfähiger.

Der gesetzliche Anspruch für Rentenzahlungen liegt bei 67 Jahren. Im Alter von 57 liegen also noch 10 Jahre Berufsleben vor einem. Gleichzeitig machen Unternehmen, gerade Managern und Führungskräften, im Alter von 55plus attraktive Angebote für eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Der Arbeitsmarkt für Menschen in angestellter Tätigkeit jenseits der 60 ist nahezu nicht existent.

Für Tätigkeiten als Freiberufler, Selbstständiger, Unternehmer und Interimsmanager sieht es schon besser aus. Ebenso für Personen des öffentlichen Lebens in Politik, Kultur und Wirtschaft. Hier traut man auch Menschen jenseits der 70 einiges zu. In den USA wurde gerade ein 78-jähriger zum Präsidenten gewählt. Thomas Gottschalk hat einmal gesagt: Ich gehe erst in Rente, wenn ein Pabst gewählt wird, der jünger ist als ich.

❓ Was also ist zu tun, um die Jahre zwischen 60 und 70 in Ausgewogenheit zwischen Arbeit und Leben zu gestalten?

Grundsätzlich ist Arbeit ein wichtiger Teil unseres Lebens und wir Menschen arbeiten gern. Arbeit ist nicht nur Gelderwerb, sondern auch Selbstverwirklichung, Berufung, Anerkennung und soziale Eingebundenheit.

▶️ Vermutlich werden nach wie vor viele bei Ihrem Arbeitgeber bis zum Eintritt des Rentenalters bleiben können.

▶️ Manche freuen sich über einen frühzeitigen Renteneintritt. Allerdings muß man sich das auch finanziell leisten können. Die Zahlungen aus der gesetzlich Rente kommen erst mit 67.

▶️ Andere haben Angst in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen, wenn sie aus dem aktiven Arbeitsleben aussteigen. Das Gefühl nicht mehr dazu zu gehören ist nur schwer ertragbar.

▶️ Und ein Teil empfindet Leistungsfreude. Sie möchten noch etwas bewegen, ihren Beitrag leisten und vielleicht auch einen Neuanfang wagen und etwas ganz anderes machen.

Die persönlichen Wertesysteme haben sich verschoben. Die Kinder sind aus dem Haus, das Haus bezahlt, der Lebensunterhalt gesichert. Eine gute Gelegenheit für einen Spurwechsel, eine Gelegenheit nun mehr das zu tun was einem am Herzen liegt, sich auf die eigentlichen Talente konzentrieren, den Tag selbstbestimmter strukturieren. Um hier die richtigen Weichen zu stellen sind zwei Dinge wichtig – Selbstreflexion und Mut.

❓ Was will ich den genau machen? Wie soll meine neue Identität aussehen?

❓ Wie reagiert mein persönliches Umfeld auf die Veränderung?

❓ Was sagt der Arbeitsmarkt zum Thema Downsizing oder Quereinstieg?